Venetien

Im 3. Jahrhundert vor Christus von den Römern erobert. Nach Untergang Roms von Ostgoten und Langobarden besetzt fliehen viele Venetier in die Sumpfgebiete der Lagunen und gründen dort Siedlungen – Venedig ist geboren und steht für lange Zeit unter dem Einfluss der Dogen (Dogenrepublik) . Sie wird die bedeutendste Handelsmacht Europas. Nach langem Machtzerfall der Dogenrepublik gehört Venetien erst zum Habsburgerreich und wird schließlich 1866 in Königreich Italien eingegliedert.

 

Von den Dolomiten bis ans Adriatische Meer ist Venetien eine Region mit facettenreichen Gesichtern und alten Traditionen. In Venedig, UNESCO-Weltkulturerbe mit seinen Lagunen, den Inseln und dem Canale Grande, dem Markusplatz mit der Basilika und dem Dogenpalast, berühmt für den Karneval, das Muranoglas und die Spitze von Burano , spiegelt sich bis heute der Einfluss aus dem östlichen Mittelmeerbereich wieder.

 

Auch in der Kunstszene war Venedig, vor allem in der Renaissance ein wichtiges Zentrum mit Malern und Künstlern wie Bellini, Tizian und Vivaldi. Neben der Hauptsprache Italienisch sprechen die Einwohner Veneziens zum Großteil Veneziano, welches nicht als Dialekt sondern als eigene Sprache angesehen wird.

 

Kulinarisch gibt es in Venetien einiges zu entdecken. In den Gewürzmischungen spiegeln sich die orientalischen Einflüsse durch die ehemalige Handelsmacht wieder.  Die Küche ist im Allgemeinen leicht . Kosten sollte man auf jeden Fall  die venezianische Fischsuppe oder das Fritto Misto. Weine wie der Amarone di Valpolicella oder der Bardolino sind äußerst beliebt, genauso wie der Prosecco aus der Region rund um Treviso.